Freitag, 24. November 2017
Suche Suche | Kontakt Kontakt | Sitemap Sitemap | Impressum Impressum |   anmelden   
Header

 


Gesunde Stadt Dortmund e.V.

..:: Unternehmen » Organisation » Älter werden in Beschäftigung » Informationen » Gesundes Altern im Betrieb
 Gesundes Altern im Betrieb minimieren 

Prozesse - Probleme – Aufgaben

Ist der Arbeits- und Gesundheitsschutz im Betrieb darauf eingestellt, dass Personengruppen mittleren oder höheren Alters, die lange Zeit an Arbeitsplätzen mit 'alterskritischen' Belastungen gearbeitet haben, zunehmend Leistungseinschränkungen und chronische Erkrankungen aufweisen?

Es ist unbestritten, dass die körperliche Leistungsfähigkeit mit zunehmendem Alter abnimmt. Ohne jegliche „Gegenwehr“ in Form von sportlicher Betätigung sogar schon ab dem 30. Lebensjahr. Arbeitsmedizinische Befunde haben jedoch gezeigt, dass sich vor allem das Leistungsspektrum verändert und Altern besonders im mentalen und sozialen Bereich Potentiale entwickelt, die jedoch nur selten oder unsystematisch abgerufen werden. Das vorzeitige Ausscheiden aus dem Erwerbsleben hat mit den genetischen Alterungsprozessen auf jeden Fall wenig zu tun. Dafür sind  langjährige Auswirkungen belastender Arbeitsbedingungen und individuell schädlicher Verhaltensweisen ausschlaggebend. Ein erfolgreiches und gesundes Unternehmen muss daher nicht nur die Beschäftigten mit ihrem persönlichen  Gesundheitsverhalten im Blick haben, sondern auch den Betrieb mit seinen spezifischen Arbeitsbedingungen. „Gesund Altern im Betrieb“ ist daher auch nicht nur für eine Teil der Belegschaft, die Älteren, zu verstehen. Es geht darum, ein stringentes Gesundheitsmanagement aufzubauen, das sich präventiv über alle Generationen hinweg im Sinne eines „Gesundheitsbewußtseins“ erstreckt und ein ausgewogenes Verhältnis von Bring- und Holschuld der MitarbeiterInnen unterstellt. Einzelne Kampagnen, wie z.B. eine Rückenschule, sind nicht genug um Sicherheit und Gesundheit zu einer Selbstverständlichkeit im Betrieb zu machen. Dazu gehört gezielte Kommunikation über die Bedeutung des Themas über alle Hierarchieebenen hinweg. Gesundheitsmanagement soll hier nicht falsch als überbürokratisches Verfahren im Sinne eines Qualitätmanagements verstanden werden, auch wenn es das in größeren Unternehmen durchaus bedeuten kann. Es geht vielmehr darum, Gesundheit und Sicherheit in den Arbeitsalltag zu integrieren, systematisch zu verfolgen und präventiv zu handeln.

Mögliche Maßnahmen

  • Führen Sie eine ganzheitliche Gefährdungsbeurteilung durch oder nutzen Sie eine vorhandene als Basis für alle weiteren Aktivitäten.
  • Führen Sie Gesundheitszirkel durch um Schwachstellen, vermeidbare Belastungssituationen in der Arbeitsorganisation, beim Arbeitseinsatz oder bei der Arbeitssituation zu besprechen. Fragen Sie zur Durchführung eines Gesundheitszirkels z.B. ihre Krankenkasse.
  • Prüfen Sie regelmäßig das „Matching“ zwischen Arbeitsorganisation und Arbeitsbedingungen und den Erfordernissen der gegebenen Altersstruktur.
  • Machen Sie Gesundheit zur Chefsache
  • Prüfen Sie welche Gesundheitsaktivitäten betrieblich gefördert werden und welche wünschenswert wären betrieblich gefördert zu werden.
  • Stellen Sie ein ausreichendes Budget für gezielte Gesundheitsförderung zur Verfügung.
  • Führen Sie Kampagnen zu Sicherheit und Gesundheit durch um die Themen in das Bewusstsein der Führungskräfte und Mitarbeiter zu heben und machen Sie die Bedeutung von Aktivitäten für das Leistungsvermögen der Belegschaft und damit auch für den Erfolg des Unternehmens deutlich.
  • Verstehen Sie Gesundheitsmanagement für alle Altersgruppen als eine betriebliche Ressourcensicherung und somit als Beitrag zur Sicherung des Unternehmens
  • Ermitteln Sie die altersspezifischen Notwendigkeiten und berücksichtigen Sie diese in geeigneter Weise in Arbeitsstruktur, Arbeitsorganisation, Arbeitsumfeld und Arbeitseinsatz (siehe „Alternsgerechte Arbeitsgestaltung“).
 Modulinhalt drucken   

 Hintergrundinformationen aus anderen Quellen minimieren 

 

Beispiele Guter Praxis aus anderen Unternehmen.

  • Die INQA Datenbank "Gute Praxis" bietet unter dem Stichwort "Demografie" über 50 Beispiele zur Information und zum nachmachen.
  • Das "Go to Practice!" Protal (G2P) der Gemeinschaftsinitiative Gesünder Arbeiten e.V. zeigt an rund 20 Beispielen, welche Maßnahmen zur Verbesserung der Altersstruktur im Unternehmen und langfristige strategische Ansätze zur Prävention (Lebenslanges Lernen, altersgemischte Teams, Altersstrukturanalyse etc.) erfolgreich sind.

dnn - Das Demografie-Netzwerk

Thematischer Initiativkreis "Alterwerden in Beschäftigung" der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA)

Das Präventionsportal "Demographischer Wandel in der Arbeitswelt" mit vielen Praxisbeispielen.

Demowerkzeuge - ausgewählte praxiserprobte Vorgehensweisen, Verfahren und Instrumente zum demographischen Wandel.

Beratungs- und Unterstützungsangebote für die Arbeitszeitgestaltung und die Planung von Schichtarbeit in der Produktion

Expertia . Das JobNetzwerk für Experten mit midestens 25 Jahren Berufserfahrung.

Perspektive 50plus – Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen“. Ein Programm des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zur Verbesserung der Beschäftigungschancen älterer Langzeitarbeitsloser.

Das Demografieportal NRW bietet viele Informationen über Konzepte, Veranstaltungen, Partner und Projekte zum Thema.

In der KomNet Wissensdatenbank können Sie sich über die häufigsten Fragen zum Thema informieren oder selber Fragen zum Thema demografischer Wandel an ein Expertenteam stellen.

  

Bild
 Arbeitshilfen minimieren 

  

Copyright (c) 2017 Pragmagus   |   Datenschutzerklärung