Freitag, 24. November 2017
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Gesunde Stadt Dortmund e.V.

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 Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz - Warum ist das richtig? minimieren 

Prozesse - Probleme - Aufgaben

In Deutschland arbeiten etwa drei Millionen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in Räumen, in denen regelmäßig geraucht wird. Passivraucher und -raucherinnen erleiden - wenn auch in geringerem Ausmaß und seltener - die gleichen akuten und chronischen Gesundheitsschäden wie Raucher und Raucherinnen. So erhöht Passivrauchen das Risiko für chronische Bronchitis, infektiöse Lungenentzündung und neu auftretende Asthmaanfälle um etwa 50 Prozent. Tabakrauch in der Raumluft wird von Experten der Deutschen Forschungsgemeinschaft als eindeutig krebserzeugend eingestuft und der höchsten Gefahrenstufe krebserzeugender Arbeitsstoffe zugeordnet.

Damit ist Passivrauchen keine subjektiv empfundene Belästigung, sondern eine erhebliche Gesundheitsgefahr. Diesem Kenntnisstand der Wissenschaft hat der Gesetzgeber mit einer Änderung der Arbeitsstättenverordnung Rechnung getragen. Dem Gesundheitsschutz der Nichtraucher wird durch die neue Verordnung eindeutig Vorrang vor der Handlungsfreiheit der Raucher eingeräumt.

In der Praxis bedeutet dies: Das Interesse der Nichtraucher, in gesunder Luft zu arbeiten, hat Vorrang. Die neue Bestimmung verpflichtet den Arbeitgeber/ die Arbeitgeberin, aktiv wirksame Schutzmaßnahmen zu ergreifen, unabhängig davon, ob sich Beschäftigte durch rauchende Kollegen und Kolleginnen gestört oder geschädigt sehen. Appelle zur Rücksichtnahme oder die Anweisung, das Rauchverhalten einvernehmlich unter Kollegen und Kolleginnen zu regeln, sind im Konfliktfall nicht ausreichend zur Erfüllung dieser Schutzvorschrift.

Machen Sie Nikotin zum Thema im Betrieb.

Auch die folgenden Argumente veranlassen viele Unternehmer und Unternehmerinnen, rauchfreie Arbeitsplätze zu schaffen:

  • Klare Regelungen verhindern Konflikte zwischen Rauchern bzw. Raucherinnen und Nichtrauchern bzw. Nichtraucherinnen.
  • Durch Atemwegserkrankungen bedingte Fehlzeiten gehen zurück.
  • Die Reinigungs- und Renovierungskosten sinken.
  • Ein rauchfreies Umfeld unterstützt aufhörwillige Raucher und Raucherinnen und setzt ein positives Signal für jugendliche Beschäftigte.

   

Mögliche Maßnahmen

Grundsätzlich kommen verschiedene Instrumente zur Umsetzung der Vorschrift in Betrieben in Betracht:

  • Rauchverbote überall dort, wo Nichtraucher und Nichtraucherinnen sich aufhalten müssen, um ihrer Arbeit nachzugehen oder ihre Pausen zu verbringen.
  • Ein generell rauchfreies Unternehmen, in dem gegebenenfalls Raucherzonen eingerichtet werden.
  • Lüftungstechnische Maßnahmen - allerdings sind diese mit hohen Investitionskosten verbunden und daher oftmals kaum praktikabel und effektiv.


Partnerschaftliche Lösungen erhöhen die Akzeptanz

Das Thema Nichtraucherschutz im Betrieb wird häufig als "heißes Eisen" betrachtet. Es ist daher umso wichtiger, dass alle Betriebspartner von Anfang an einbezogen werden, wenn es darum geht, die notwendigen und passenden Maßnahmen zum Gesundheitsschutz vor Tabakrauch festzulegen. Ein gemeinsames Vorgehen erhöht erfahrungsgemäß die Akzeptanz und die Zufriedenheit mit den getroffenen Regelungen.

  • Motivieren Sie zum Nichtrauchen und zum Aufgeben des Rauchens.
  • Legen sie gemeinsam mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen klare Rauch-Regeln für den Betrieb fest.
  • Informieren Sie alle Kollegen und Kolleginnen über die neuen Regeln.
  • Machen Sie Angebote zur Tabakentwöhnung. Professionelle Unterstützung hilft vielen Rauchern und Raucherinnen beim Rauchstopp: eine ärztliche Raucherberatung und Entwöhnungskurse können auch im Betrieb angeboten werden. Bei Bedarf sprechen Sie mit Ihrem Betriebsarzt.
  • Treffen Sie gemeinsam eine Absprache zum Nichtraucherschutz. Oder formulieren Sie eine Betriebsvereinbarung.

 

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